Rechtliche Angaben
Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: 24.07.2026
§ 1 – Geltungsbereich und Vertragsparteien
1.1 Wer bietet diese Leistung an?
Anbieter der Leistung ist:
wedoria IT Solutions - Lukas Knips
Bahnhofstraße 8
67283, Obrigheim (Pfalz)
Telefon: 0176 63807783
E-Mail: support@wedoria.io
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer: DE359167652
(im Folgenden: „Anbieter“)
1.2 Für wen gelten diese AGB?
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge, die zwischen dem Anbieter und seinen Kunden über die Nutzung der SaaS-Plattform zur Website-Erstellung und des zugehörigen Hostings geschlossen werden.
Kunde im Sinne dieser AGB ist jede natürliche Person, die einen Vertrag mit dem Anbieter abschließt und dabei nicht in Ausübung einer gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit handelt (Verbraucher im Sinne des § 13 BGB).
1.3 Was ist mit diesen AGB gemeint?
Diese AGB regeln die Rechte und Pflichten beider Seiten – also sowohl des Anbieters als auch des Kunden. Sie sind Bestandteil jedes Vertrages, der über die Plattform des Anbieters geschlossen wird. Bitte lesen Sie diese AGB sorgfältig durch, bevor Sie einen Vertrag abschließen. Wenn Sie Fragen haben, können Sie sich jederzeit unter support@wedoria.io an uns wenden.
1.4 Gelten auch andere Bedingungen?
Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich und schriftlich zu. Das gilt auch dann, wenn der Anbieter einer Leistungserbringung in Kenntnis solcher Bedingungen nicht ausdrücklich widerspricht.
1.5 Welches Recht gilt?
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Wenn der Kunde seinen gewöhnlichen Aufenthalt in einem anderen EU-Mitgliedstaat hat, bleiben die zwingenden Verbraucherschutzvorschriften dieses Staates unberührt. Das bedeutet: Der Kunde verliert durch diese Rechtswahl keinen Schutz, der ihm nach dem Recht seines Wohnsitzlandes zwingend zusteht.
§ 2 – Leistungsbeschreibung
2.1 Was bietet der Anbieter an?
Der Anbieter stellt dem Kunden über seine Online-Plattform eine Software-as-a-Service-Lösung (SaaS) zur Verfügung. Diese ermöglicht es dem Kunden, eine eigene Website auf Basis eines vom Kunden gewählten Vorlagen-Designs (im Folgenden: „Template“) zu erstellen und diese Website auf Servern des Anbieters innerhalb der Europäischen Union zu betreiben (Hosting).
Die Leistung des Anbieters umfasst:
- die Bereitstellung des gewählten Templates als technische Grundlage der Website,
- die Speicherung der Website und ihrer Inhalte auf EU-Servern des Anbieters,
- den Abruf der Website über das Internet für die Dauer des gebuchten Leistungszeitraums.
2.2 Wie funktioniert die Template-Auswahl?
Der Kunde wählt vor Vertragsschluss ein Template aus dem aktuellen Angebot des Anbieters aus. Die verfügbaren Templates sowie die jeweils geltenden Preise sind auf der Plattform des Anbieters einsehbar und werden vor Abschluss des Bestellvorgangs angezeigt.
Der Preis richtet sich nach dem gewählten Template. Je nach Funktionsumfang und Komplexität des Templates gelten unterschiedliche Preise. Maßgeblich ist der dem Kunden im Bestellvorgang angezeigte Preis.
Ein nachträglicher Wechsel des Templates nach Vertragsschluss ist nicht möglich, sofern der Anbieter dies nicht gesondert anbietet.
2.3 Wie lange läuft die Leistung?
Maßgeblicher Bezugspunkt für die Dauer der Leistung ist das vom Kunden im Bestellvorgang angegebene Hochzeitsdatum. Buchbar ist ausschließlich ein in der Zukunft – nach dem jeweiligen Buchungstag – liegendes Hochzeitsdatum, das höchstens zwei Jahre nach dem Buchungstag liegt.
Die Leistung beginnt mit dem Leistungsbeginn gemäß § 3.5 und endet automatisch:
- bei Buchung der Website ohne Bildergalerie: eine Woche nach dem angegebenen Hochzeitsdatum,
- bei zusätzlich gebuchter Bildergalerie: einen Monat nach dem angegebenen Hochzeitsdatum.
Wird die Bildergalerie erst nachträglich zu einer bereits gebuchten Website hinzugebucht, verschiebt sich das Leistungsende einheitlich auf einen Monat nach dem Hochzeitsdatum, solange die Bildergalerie aktiv ist.
Der sich daraus ergebende konkrete Leistungszeitraum (Beginn und Ende) wird dem Kunden vor Abschluss der Bestellung angezeigt. Nach Ablauf endet die Leistung automatisch; eine automatische Verlängerung findet nicht statt.
Möchte der Kunde die Leistung über den Ablaufzeitpunkt hinaus fortsetzen, muss er diese rechtzeitig vor Ablauf des Leistungszeitraums aktiv über die Zusatzleistung „Laufzeitverlängerung“ (§ 2.4.4) verlängern. Für die Verlängerung gelten die zum Zeitpunkt der Verlängerung aktuellen Preise und AGB.
Der Anbieter wird den Kunden rechtzeitig vor Ablauf des Leistungszeitraums per E-Mail an die hinterlegte E-Mail-Adresse erinnern. Eine Pflicht zur Erinnerung besteht jedoch nicht – die Verantwortung für die rechtzeitige Verlängerung liegt beim Kunden.
2.4 Welche Zusatzleistungen gibt es?
Der Kunde kann folgende optionale Zusatzleistungen hinzubuchen. Diese werden gesondert berechnet und sind nur in Verbindung mit einer aktiven, gebuchten Website nutzbar.
2.4.1 Gästemanagement
Das Gästemanagement ermöglicht es dem Kunden, Rückmeldungen von Gästen über die Website entgegenzunehmen und eine digitale Gästeliste zu führen und zu verwalten.
Der Funktionsumfang umfasst:
- Entgegennahme direkter Rückmeldungen von Gästen über die Website (z.B. Zu- oder Absagen),
- Verwaltung und Pflege einer digitalen Gästeliste durch den Kunden.
Hinweis zum Datenschutz: Im Rahmen des Gästemanagements werden personenbezogene Daten der Gäste des Kunden (z.B. Namen, Rückmeldungen) verarbeitet. Der Kunde ist für die datenschutzkonforme Erhebung und Verwendung dieser Daten allein verantwortlich. Näheres regelt § 10 dieser AGB.
2.4.2 Bildergalerie
Die Zusatzleistung „Bildergalerie“ ermöglicht es dem Kunden, Bilder auf der Website in einer Galerie zu präsentieren.
Der Funktionsumfang umfasst:
- Bereitstellung von 250 GB Speicherplatz für Bilddateien,
- Upload von Bildern durch den Kunden selbst,
- Upload von Bildern durch Gäste des Kunden über die Website,
- Anzeige der hochgeladenen Bilder in einer Galerie auf der Website des Kunden.
Hinweis zu Inhalten Dritter: Bilder, die von Gästen des Kunden hochgeladen werden, sind Inhalte Dritter. Der Kunde ist dafür verantwortlich, dass diese Inhalte keine Rechte Dritter verletzen und den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Der Anbieter haftet nicht für von Gästen hochgeladene Inhalte. Näheres regeln §§ 6 und 8 dieser AGB.
2.4.3 Speichererweiterung für die Bildergalerie
Reicht der im Rahmen der Bildergalerie enthaltene Speicherplatz von 250 GB nicht aus, kann der Kunde zusätzlichen Speicherplatz in Paketen zu je 50 GB hinzubuchen.
Für die Speichererweiterung gilt:
- Die Speichererweiterung setzt das Vorhandensein der aktiven Zusatzleistung „Bildergalerie“ voraus und kann nicht eigenständig gebucht werden.
- Es können mehrere Speicherpakete gleichzeitig gebucht werden.
- Die Speichererweiterung endet automatisch mit der Bildergalerie oder der Website – je nachdem, was zuerst endet.
2.4.4 Laufzeitverlängerung
Mit den Zusatzleistungen „Laufzeitverlängerung“ kann der Kunde die Leistung über das reguläre Leistungsende gemäß § 2.3 hinaus fortsetzen. Es stehen zwei Varianten zur Verfügung:
- Laufzeitverlängerung 1 Monat: verlängert die Leistung um einen Monat,
- Laufzeitverlängerung 2 Monate: verlängert die Leistung um zwei Monate.
Für beide Varianten gilt:
- Die Verlängerung wird ab dem bisherigen Leistungsende angerechnet (reguläres Ende gemäß § 2.3 bzw. Ende einer bereits gebuchten Verlängerung).
- Es können mehrere Laufzeitverlängerungen – auch beider Varianten – nacheinander gebucht werden; sie verlängern den Leistungszeitraum jeweils um den gebuchten Zeitraum.
- Die Laufzeitverlängerung setzt eine aktive Website voraus und muss rechtzeitig vor Ablauf des laufenden Leistungszeitraums gebucht werden.
- Eine automatische Verlängerung findet nicht statt.
2.5 Abhängigkeit der Zusatzleistungen – Übersicht
Die Zusatzleistungen sind wie folgt voneinander abhängig. Eine Verlängerung oder Buchung ist nur möglich, wenn die jeweils vorausgesetzte Leistung aktiv ist:
| Leistung | Voraussetzung |
|---|---|
| Gästemanagement | Aktive Website |
| Bildergalerie | Aktive Website |
| Speichererweiterung | Aktive Bildergalerie + aktive Website |
| Laufzeitverlängerung 1 Monat | Aktive Website |
| Laufzeitverlängerung 2 Monate | Aktive Website |
Endet die Website – gleich aus welchem Grund – enden automatisch und ohne gesonderte Kündigung alle gebuchten Zusatzleistungen.
2.6 Was ist nicht Bestandteil der Leistung?
Folgende Leistungen sind ausdrücklich nicht vom Vertrag umfasst:
- Erstellung, Gestaltung oder Pflege von Website-Inhalten durch den Anbieter,
- Registrierung oder Verwaltung von Domains,
- technischer Support über den in § 9 definierten Rahmen hinaus,
- Sicherung von Kundendaten nach Vertragsende (hierzu siehe § 7),
- Moderation oder Prüfung von durch Gäste hochgeladenen Inhalten.
Für diese Bereiche ist ausschließlich der Kunde verantwortlich.
2.7 Wo werden die Daten gespeichert?
Der Anbieter betreibt alle für die Leistungserbringung genutzten Server ausschließlich innerhalb der Europäischen Union. Die Daten des Kunden werden nicht auf Servern außerhalb der EU gespeichert oder verarbeitet, es sei denn, der Kunde stimmt dem ausdrücklich zu.
§ 3 – Vertragsschluss
3.1 Wie kommt der Vertrag zustande?
Der Vertrag zwischen dem Anbieter und dem Kunden kommt in zwei Schritten zustande:
Schritt 1 – Bestellung durch den Kunden (Angebot): Der Kunde wählt auf der Plattform des Anbieters das gewünschte Template sowie etwaige Zusatzleistungen aus und schließt den Bestellvorgang durch Klick auf den Button „Jetzt zahlungspflichtig bestellen“ ab. Mit diesem Klick gibt der Kunde ein verbindliches Angebot zum Abschluss eines Vertrages ab.
Schritt 2 – Bestätigung durch den Anbieter (Annahme): Der Anbieter nimmt das Angebot des Kunden durch Versand einer Auftragsbestätigung per E-Mail an. Diese E-Mail enthält eine Zusammenfassung der bestellten Leistungen, den Gesamtpreis sowie eine Kopie dieser AGB. Der Vertrag ist in dem Moment geschlossen, in dem diese E-Mail beim Kunden eingeht.
Die automatisch versendete Eingangsbestätigung („Wir haben Ihre Bestellung erhalten“) stellt noch keine Annahme des Angebots dar.
3.2 In welcher Sprache wird der Vertrag geschlossen?
Der Vertrag wird ausschließlich in deutscher Sprache geschlossen. Alle Kommunikation im Rahmen des Vertragsverhältnisses erfolgt auf Deutsch, sofern der Anbieter nicht ausdrücklich eine andere Sprache anbietet.
3.3 Was muss der Kunde vor der Bestellung bestätigen?
Bevor der Kunde die Bestellung abschließen kann, muss er folgende Punkte aktiv bestätigen. Die Bestätigung erfolgt jeweils durch Setzen eines Häkchens (Checkbox):
- ☐ „Ich habe die Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelesen und bin mit ihrer Geltung einverstanden.“
- ☐ „Ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen.“
- ☐ „Ich habe den Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO gelesen und stimme seinem Abschluss zu. Mir ist bekannt, dass diese Zustimmung rechtsverbindlich ist und einen AVV in Textform gemäß § 126b BGB begründet.“
Ohne diese Bestätigungen ist eine Bestellung technisch nicht möglich.
3.4 Welche Informationen erhält der Kunde vor der Bestellung?
Dem Kunden werden vor Abschluss der Bestellung auf der Bestellübersichtsseite folgende Informationen klar und verständlich angezeigt:
- die gewählten Leistungen (Template und Zusatzleistungen) in einer Zusammenfassung,
- der Gesamtpreis inkl. der gesetzlichen Mehrwertsteuer,
- die gewählte Zahlungsart,
- der Beginn und die Dauer des Leistungszeitraums,
- ein Hinweis auf das Widerrufsrecht.
Der Kunde hat die Möglichkeit, seine Eingaben vor dem abschließenden Klick auf „Jetzt zahlungspflichtig bestellen“ zu überprüfen und zu korrigieren.
3.5 Wann beginnt die Leistung – und warum ist das wichtig?
Der Beginn der Leistungserbringung hängt von der gewählten Zahlungsart ab:
| Zahlungsart | Leistungsbeginn |
|---|---|
| Sofortzahlung | Unmittelbar nach Vertragsschluss und Zahlungseingang |
| Banküberweisung | Nach Eingang des vollständigen Rechnungsbetrags auf dem Konto des Anbieters |
Bei Zahlung per Banküberweisung beginnt die Leistung erst nach Zahlungseingang. Bis dahin ist der Vertrag geschlossen, die Leistung jedoch noch nicht freigeschaltet. Das Widerrufsrecht des Kunden besteht unabhängig vom Leistungsbeginn während der gesamten Widerrufsfrist (siehe § 5).
3.6 Wird der Vertragstext gespeichert?
Der Anbieter speichert den Vertragstext nach Vertragsschluss. Der Kunde erhält mit der Auftragsbestätigung per E-Mail eine Kopie dieser AGB sowie eine Zusammenfassung der bestellten Leistungen. Zusätzlich kann der Kunde die AGB jederzeit unter https://www.wedoria.io/agb abrufen und speichern.
§ 4 – Preise und Zahlungsbedingungen
4.1 Welche Preise gelten?
Alle auf der Plattform des Anbieters angegebenen Preise sind Endpreise in Euro (€) und enthalten die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gesetzlich gültige Mehrwertsteuer. Es fallen keine versteckten Zusatzkosten an, die nicht bereits in der Bestellübersicht ausgewiesen sind.
Die für die gewählte Leistung geltenden Preise werden dem Kunden vor Abschluss des Bestellvorgangs auf der Plattform des Anbieters vollständig angezeigt. Maßgeblich ist ausschließlich der dem Kunden im Bestellvorgang angezeigte Preis.
Bei einer Verlängerung gelten die zum Zeitpunkt der Verlängerung aktuell gültigen Preise, nicht die ursprünglich gezahlten Preise.
4.2 Wann und wie ist zu zahlen?
Die Zahlung ist eine Einmalzahlung und wird mit Vertragsschluss fällig. Der Kunde wählt vor Abschluss der Bestellung eine der folgenden Zahlungsarten:
Option 1 – Sofortzahlung (zur Zeit nicht verfügbar): Die Zahlung erfolgt unmittelbar im Rahmen des Bestellvorgangs über den angebotenen Sofortzahlungsanbieter. Die Leistung wird nach erfolgreichem Zahlungseingang freigeschaltet.
Option 2 – Zahlung per Banküberweisung: Der Kunde überweist den Gesamtbetrag auf das in der Auftragsbestätigung angegebene Konto des Anbieters:
Bank: N26 SE IBAN: DE94 1001 1001 2823 5478 42 BIC: NTSBDEB1XXX Verwendungszweck: Rechnungsnummer, zu finden in der Rechnung die separat als E-Mail zugeschickt wird.
Die Leistung wird erst nach vollständigem Eingang des Rechnungsbetrags auf dem Konto des Anbieters freigeschaltet. Der Anbieter ist nicht verpflichtet, mit der Leistungserbringung vor Zahlungseingang zu beginnen.
Wichtiger Hinweis: Der Kunde ist verpflichtet, den in der Auftragsbestätigung angegebenen Verwendungszweck bei der Überweisung anzugeben. Kann eine Zahlung mangels Verwendungszweck nicht zugeordnet werden, ist der Anbieter berechtigt, die Leistung bis zur Klärung zurückzuhalten. Mehrkosten, die durch eine fehlende oder falsche Angabe des Verwendungszwecks entstehen, trägt der Kunde.
4.3 Was passiert, wenn die Zahlung nicht rechtzeitig eingeht?
Bei Zahlung per Banküberweisung ist der Rechnungsbetrag innerhalb von 14 Tagen nach Zugang der Auftragsbestätigung zu überweisen.
Geht die Zahlung nicht innerhalb dieser Frist ein, gerät der Kunde automatisch in Verzug, ohne dass es einer weiteren Mahnung bedarf. Dies ergibt sich aus § 286 Abs. 2 Nr. 1 BGB, da die Zahlungsfrist kalendermäßig bestimmt ist.
Im Verzugsfall ist der Anbieter berechtigt:
- Verzugszinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz (§ 288 Abs. 1 BGB) zu berechnen,
- die Freischaltung der Leistung bis zum vollständigen Zahlungseingang zu verweigern,
- nach erfolglosem Ablauf einer letzten Zahlungsfrist vom Vertrag zurückzutreten.
4.4 Was passiert mit der Leistung nach Ablauf des Leistungszeitraums?
Da es sich um eine Einmalzahlung ohne automatische Verlängerung handelt, endet die Leistung mit Ablauf des gebuchten Leistungszeitraums automatisch. Es werden keine weiteren Zahlungen eingezogen.
Möchte der Kunde die Leistung verlängern, muss er dies aktiv auf der Plattform des Anbieters veranlassen und den entsprechenden Betrag erneut entrichten. Die Verlängerung stellt einen neuen, eigenständigen Vertragsschluss dar.
4.5 Kann der Anbieter die Preise ändern?
Der Anbieter behält sich vor, die Preise für neue Bestellungen und Verlängerungen jederzeit anzupassen. Bereits bezahlte und laufende Leistungszeiträume sind von einer Preisänderung nicht betroffen.
Die jeweils aktuellen Preise werden dem Kunden vor Abschluss des Bestellvorgangs auf der Plattform angezeigt. Es liegt in der Verantwortung des Kunden, den im Bestellvorgang angezeigten Preis vor einer Verlängerung zu prüfen.
4.6 Rechnungsstellung
Der Anbieter stellt dem Kunden nach Zahlungseingang eine Rechnung aus, die per E-Mail an die hinterlegte E-Mail-Adresse übermittelt wird. Die Rechnung enthält alle gesetzlich vorgeschriebenen Pflichtangaben gemäß § 14 UStG.
Der Kunde erklärt sich mit der Übermittlung der Rechnung in elektronischer Form (PDF per E-Mail) ausdrücklich einverstanden.
4.7 Gutscheine und Rabattcodes
4.7.1 Welche Arten von Gutscheinen gibt es?
Der Anbieter kann Gutscheine bzw. Rabattcodes (im Folgenden einheitlich „Gutscheine“) ausgeben, mit denen der Kunde bei der Bestellung einen Preisnachlass erhält. Es werden zwei Arten unterschieden:
- Kampagnen-Gutscheine: Gutscheine, die der Anbieter im Rahmen einer Aktion an einen offenen oder abgegrenzten Personenkreis ausgibt. Für Kampagnen-Gutscheine kann der Anbieter eine Einlöse-Obergrenze in Form eines Gesamt-Kontingents festlegen (siehe § 4.7.3).
- Individual-Gutscheine: Gutscheine, die einem einzelnen Kunden zugeordnet und nur einmalig einlösbar sind.
4.7.2 Rechtsnatur – kein Anrecht auf Einlösung
Gutscheine werden vom Anbieter unentgeltlich ausgegeben. Sie stellen keine im Voraus bezahlte Guthaben- oder Gutscheinkarte dar und verkörpern keinen eigenständigen Geldwert. Der Kunde erwirbt durch den bloßen Besitz eines Gutscheins keinen Anspruch auf dessen Einlösung, Auszahlung oder Anrechnung.
Der Anbieter ist berechtigt, Gutscheine und Aktionen jederzeit zu ändern, einzuschränken, vorzeitig zu beenden oder einzelne Codes zu deaktivieren. Ein Anspruch des Kunden auf (Wieder-)Einlösung besteht nicht. Bereits vollständig abgeschlossene Bestellungen, bei denen ein Gutschein wirksam eingelöst wurde, bleiben hiervon unberührt.
4.7.3 Gültigkeitsbereich
Jeder Gutschein gilt nur innerhalb seines Gültigkeitsbereichs. Maßgeblich sind ausschließlich die zum jeweiligen Gutschein angegebenen Bedingungen. Der Gültigkeitsbereich umfasst insbesondere:
- Zeitliche Gültigkeit: Jeder Gutschein ist nur innerhalb des angegebenen Gültigkeitszeitraums einlösbar. Nach Ablauf verfällt der Gutschein ersatzlos; eine nachträgliche Einlösung oder Verlängerung ist ausgeschlossen.
- Leistungsbezug: Jeder Gutschein gilt nur für die jeweils angegebenen Leistungen (z. B. bestimmte Templates, bestimmte Zusatzleistungen, ausschließlich Neubuchungen oder ausschließlich Verlängerungen). Für nicht vom Gutschein erfasste Leistungen kann er nicht eingelöst werden.
Zusätzlich gilt:
- Kampagnen-Gutscheine – Gesamt-Kontingent: Ist für einen Kampagnen-Gutschein eine Einlöse-Obergrenze festgelegt, kann der Code insgesamt – über alle Kunden hinweg – nur bis zum Erreichen dieses Kontingents eingelöst werden. Ist das Kontingent ausgeschöpft, ist keine weitere Einlösung mehr möglich, auch wenn der zeitliche Gültigkeitszeitraum noch nicht abgelaufen ist.
- Individual-Gutscheine – Einmaligkeit: Individual-Gutscheine können nur ein einziges Mal eingelöst werden. Nach der Einlösung sind sie verbraucht.
4.7.4 Einlösung
Für die Einlösung von Gutscheinen gilt:
- Die Einlösung erfolgt ausschließlich während des Bestellvorgangs durch Eingabe des Gutscheincodes vor dem Klick auf „Jetzt zahlungspflichtig bestellen“. Der sich ergebende rabattierte Gesamtpreis wird dem Kunden vor Abschluss der Bestellung angezeigt.
- Eine nachträgliche Anrechnung eines Gutscheins auf eine bereits abgeschlossene Bestellung ist ausgeschlossen.
- Pro Bestellung kann nur ein Gutschein eingelöst werden. Eine Kombination mehrerer Gutscheine untereinander oder mit anderen Aktionen oder Rabatten ist ausgeschlossen (nicht kombinierbar).
- Der Gutscheinwert wird nicht in bar ausgezahlt und nicht verzinst. Übersteigt der Wert eines Gutscheins den Bestellwert, verfällt der Restbetrag; er wird weder ausgezahlt noch gutgeschrieben.
4.7.5 Missbrauch
Der Anbieter ist berechtigt, einen Gutschein zu sperren und eine unter seiner Verwendung getätigte Bestellung nicht auszuführen bzw. rückabzuwickeln, wenn der Gutschein betrügerisch oder unter Verstoß gegen seine Bedingungen erlangt oder verwendet wurde oder unzulässig gehandelt, weiterveräußert oder vervielfältigt wurde.
4.7.6 Widerruf und Rückabwicklung
Widerruft der Kunde einen unter Einlösung eines Gutscheins geschlossenen Vertrag (§ 5) oder wird der Vertrag aus einem sonstigen Grund rückabgewickelt, gilt:
- Erstattet wird ausschließlich der vom Kunden tatsächlich gezahlte (rabattierte) Betrag. Der durch den Gutschein gewährte Nachlass wird nicht in Geld ausgezahlt.
- Ein eingelöster Individual-Gutschein wird reaktiviert und kann innerhalb seines ursprünglichen Gültigkeitszeitraums erneut eingelöst werden. Ist der Gültigkeitszeitraum zu diesem Zeitpunkt bereits abgelaufen, lebt der Gutschein nicht wieder auf.
- Bei Kampagnen-Gutscheinen wird die betreffende Einlösung wieder auf das Gesamt-Kontingent angerechnet, sofern und solange dieses noch nicht abgelaufen ist.
§ 5 – Widerrufsrecht
5.1 Widerrufsbelehrung
Widerrufsrecht
Sie haben das Recht, binnen 14 Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen.
Die Widerrufsfrist beträgt 14 Tage ab dem Tag des Vertragsschlusses.
Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns:
wedoria IT Solutions - Lukas Knips Bahnhofstraße 8 67283 Obrigheim (Pfalz) Telefon: 0176 63807783 E-Mail: support@wedoria.io
mittels einer eindeutigen Erklärung (z.B. ein per Post versandter Brief, eine E-Mail oder das online nutzbare Widerrufsformular) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das beigefügte Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist.
Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.
5.2 Folgen des Widerrufs
Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, unverzüglich und spätestens binnen 14 Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet.
Kostenfreier Widerruf: Auch wenn die Leistung bereits während der Widerrufsfrist begonnen hat oder freigeschaltet wurde, verlangt der Anbieter im Falle des Widerrufs keinen Wertersatz für bereits erbrachte Leistungen. Der Kunde erhält den vollen gezahlten Betrag zurück.
Gutscheine: Wurde bei der Bestellung ein Gutschein oder Rabattcode eingelöst, richtet sich die Rückabwicklung nach § 4.7.6. Erstattet wird der tatsächlich gezahlte (rabattierte) Betrag; der Gutschein wird nach Maßgabe von § 4.7.6 wieder verfügbar gemacht.
5.3 Kein vorzeitiges Erlöschen des Widerrufsrechts
Das Widerrufsrecht besteht während der gesamten 14-tägigen Widerrufsfrist uneingeschränkt – unabhängig von der gewählten Zahlungsart und unabhängig davon, ob die Leistung bereits freigeschaltet wurde. Es erlischt erst mit Ablauf der Widerrufsfrist.
5.4 Muster-Widerrufsformular
(Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden Sie es zurück.)
An:
wedoria IT Solutions - Lukas Knips
Bahnhofstraße 8
67283 Obrigheim (Pfalz)
Telefon: 0176 63807783
E-Mail: support@wedoria.io
Internet: www.wedoria.io
Hiermit widerrufe(n) ich/wir () den von mir/uns () abgeschlossenen Vertrag über die Erbringung der folgenden Dienstleistung:
Bestelldatum: _______________
Auftragsnummer: _______________
Name des/der Verbraucher(s): _______________
Anschrift des/der Verbraucher(s): _______________
E-Mail-Adresse: _______________
Unterschrift des/der Verbraucher(s) (nur bei Mitteilung auf Papier): _______________
Datum: _______________
(*) Unzutreffendes streichen.
§ 6 – Pflichten und Verantwortlichkeit des Kunden
6.1 Allgemeine Mitwirkungspflichten
Der Kunde ist verpflichtet, bei der Nutzung der Plattform und der Leistungen des Anbieters folgende allgemeine Pflichten einzuhalten:
- Der Kunde stellt sicher, dass die von ihm angegebenen Daten – insbesondere Name, Anschrift und E-Mail-Adresse – vollständig und zutreffend sind und aktuell gehalten werden. Änderungen sind dem Anbieter unverzüglich mitzuteilen.
- Der Kunde ist verpflichtet, seine Zugangsdaten (Benutzername, Passwort) sorgfältig aufzubewahren und vor dem Zugriff durch Dritte zu schützen. Bei Verdacht auf unbefugte Nutzung ist der Anbieter unverzüglich zu informieren.
- Der Kunde darf die Plattform nur für eigene, private Zwecke nutzen.
- Der Kunde ist verpflichtet, die ihm zur Verfügung gestellte Leistung nicht zu missbrauchen und die technische Infrastruktur des Anbieters nicht zu beeinträchtigen.
6.2 Verantwortlichkeit für eigene Inhalte
Der Kunde ist für alle Inhalte, die er selbst auf seiner Website oder über die Plattform des Anbieters veröffentlicht oder hochlädt, allein und vollständig verantwortlich. Dies umfasst insbesondere:
- Texte, Bilder, Grafiken, Videos und sonstige Medien,
- Angaben zur eigenen Person oder zum eigenen Unternehmen,
- Verlinkungen auf externe Websites,
- alle im Rahmen der Bildergalerie hochgeladenen Bilddateien.
Der Kunde stellt sicher, dass seine Inhalte:
- nicht gegen geltendes Recht verstoßen (insbesondere nicht gegen Strafrecht, Urheberrecht, Markenrecht, Persönlichkeitsrechte oder das Wettbewerbsrecht),
- keine Rechte Dritter verletzen (z.B. Urheberrechte an Fotografien, Musikwerken oder sonstigen geschützten Werken),
- nicht beleidigend, diskriminierend, rassistisch, gewaltverherrlichend oder pornografisch sind,
- keine falschen Tatsachenbehauptungen über Dritte enthalten,
- den Anforderungen des anwendbaren Datenschutzrechts entsprechen, soweit personenbezogene Daten Dritter verarbeitet werden.
6.3 Verantwortlichkeit für Inhalte Dritter – insbesondere Gäste-Uploads
Soweit der Kunde die Zusatzleistungen Gästemanagement oder Bildergalerie nutzt und Dritten (seinen Gästen) die Möglichkeit einräumt, Inhalte auf der Website zu hinterlassen oder hochzuladen, gelten folgende Regelungen:
- Der Kunde ist dafür verantwortlich, dass auch die von seinen Gästen hochgeladenen oder hinterlassenen Inhalte den Anforderungen aus § 6.2 entsprechen.
- Der Kunde ist verpflichtet, seine Gäste vor der Nutzung der Upload-Funktion in geeigneter Weise darüber zu informieren, welche Inhalte hochgeladen werden dürfen und welche nicht.
- Der Kunde hat dafür Sorge zu tragen, dass Gäste nur Bilder hochladen, an denen sie selbst die notwendigen Rechte besitzen oder für die sie eine entsprechende Nutzungslizenz haben.
- Erlangt der Kunde Kenntnis davon, dass von einem Gast rechtswidrige Inhalte hochgeladen wurden, ist er verpflichtet, diese unverzüglich zu entfernen und den Anbieter hierüber zu informieren.
Klarstellung: Der Anbieter stellt lediglich die technische Infrastruktur für den Upload bereit. Er prüft Inhalte, die von Gästen hochgeladen werden, nicht vorab und macht sich diese nicht zu eigen. Die inhaltliche Verantwortung liegt ausschließlich beim Kunden.
6.4 Verbotene Inhalte und Nutzungen
Dem Kunden ist es untersagt, über die Plattform des Anbieters folgende Inhalte zu veröffentlichen oder verbreiten zu lassen:
- Inhalte, die gegen Strafgesetze verstoßen, insbesondere solche, die zur Gewalt aufrufen, den Nationalsozialismus verherrlichen oder kinderpornografisches Material darstellen,
- Inhalte, die Urheberrechte, Markenrechte oder sonstige Schutzrechte Dritter ohne entsprechende Erlaubnis verletzen,
- Inhalte, die Persönlichkeitsrechte Dritter verletzen, insbesondere durch die Veröffentlichung von Fotos oder Daten ohne Einwilligung der abgebildeten oder betroffenen Personen,
- Spam, Kettenbriefe oder unaufgeforderte Werbung,
- Schadsoftware, Viren oder sonstige Programme, die geeignet sind, die Infrastruktur des Anbieters oder Systeme Dritter zu beschädigen,
- Inhalte, die geeignet sind, den Ruf oder den Geschäftsbetrieb des Anbieters zu schädigen.
6.5 Datenschutzrechtliche Pflichten des Kunden
Soweit der Kunde im Rahmen der Nutzung der Plattform personenbezogene Daten Dritter – insbesondere seiner Gäste – erhebt, speichert oder verarbeitet, ist er hierfür datenschutzrechtlich eigenverantwortlich im Sinne der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).
Den Kunden treffen dabei insbesondere folgende Pflichten:
- Er muss sicherstellen, dass eine Rechtsgrundlage für die Verarbeitung der personenbezogenen Daten seiner Gäste vorliegt (z.B. Einwilligung nach Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO),
- er muss seine Gäste in geeigneter Weise über die Verarbeitung ihrer Daten informieren (Datenschutzhinweise gemäß Art. 13 DSGVO),
- er muss auf Anfrage seiner Gäste deren Rechte auf Auskunft, Berichtigung und Löschung ihrer Daten gewährleisten.
Der Anbieter verarbeitet die Daten der Gäste des Kunden ausschließlich als Auftragsverarbeiter im Sinne von Art. 28 DSGVO und nur nach Weisung des Kunden. Näheres regelt der zwischen den Parteien gesondert abzuschließende Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß § 10 dieser AGB.
6.6 Pflichten bei Vertragsende – Datensicherung
Der Kunde ist verpflichtet, vor Ablauf des Leistungszeitraums alle auf der Plattform gespeicherten Daten – insbesondere Gästelisten, Bilddateien und Website-Inhalte – eigenverantwortlich zu sichern.
Nach Vertragsende stellt der Anbieter die Daten des Kunden für die Dauer der in § 7.4 geregelten Nachfrist von 30 Tagen über eine Export-Funktion zum Abruf bereit. Nach Ablauf dieser Nachfrist ist der Anbieter berechtigt, die Daten des Kunden endgültig zu löschen; eine darüber hinausgehende Aufbewahrungspflicht besteht nicht. Näheres hierzu regelt § 7. Gesetzliche Ansprüche des Kunden – insbesondere aus § 327p BGB und Art. 20 DSGVO – bleiben unberührt.
Hinweis: Der Anbieter empfiehlt ausdrücklich, rechtzeitig vor Ablauf des Leistungszeitraums eine vollständige Datensicherung vorzunehmen.
6.7 Freistellung des Anbieters
Verstößt der Kunde schuldhaft gegen eine oder mehrere der in diesem § 6 genannten Pflichten und werden dadurch Ansprüche Dritter gegen den Anbieter geltend gemacht, so stellt der Kunde den Anbieter von diesen Ansprüchen frei. Die Freistellung umfasst auch die erforderlichen und angemessenen Kosten der Rechtsverteidigung, insbesondere:
- Schadensersatzansprüche Dritter,
- Abmahnkosten und Anwaltsgebühren in Höhe der gesetzlichen Gebühren,
- Gerichtskosten und sonstige notwendige Verfahrenskosten.
Die Freistellungspflicht entfällt, soweit der Kunde den Verstoß nicht zu vertreten hat.
Der Anbieter wird den Kunden über geltend gemachte Ansprüche Dritter unverzüglich informieren und ihm die Möglichkeit geben, sich an der Abwehr dieser Ansprüche zu beteiligen.
§ 7 – Datenhoheit und Inhaltsverantwortung
7.1 Wem gehören die Daten?
Alle Inhalte und Daten, die der Kunde auf der Plattform des Anbieters erstellt, hochlädt oder speichert – einschließlich der im Rahmen des Gästemanagements erfassten Gästedaten und der in der Bildergalerie gespeicherten Bilddateien – verbleiben vollständig im Eigentum und unter der Hoheit des Kunden.
Der Anbieter erwirbt durch die Speicherung und technische Verarbeitung dieser Daten keinerlei Eigentumsrechte, Nutzungsrechte oder sonstige Rechte an den Inhalten des Kunden, die über das zur Leistungserbringung technisch notwendige Maß hinausgehen.
Der Anbieter nutzt die Daten und Inhalte des Kunden ausschließlich zur Erfüllung der vertraglich geschuldeten Leistungen. Eine Weitergabe an Dritte, eine kommerzielle Nutzung oder eine Auswertung der Inhalte zu eigenen Zwecken findet nicht statt.
7.2 Welche Rolle nimmt der Anbieter in Bezug auf die Inhalte ein?
Der Anbieter ist ausschließlich technischer Dienstleister und Intermediär. Er stellt die technische Infrastruktur zur Verfügung, über die der Kunde eigene Inhalte erstellt, speichert und veröffentlicht.
Der Anbieter:
- prüft die Inhalte des Kunden nicht vorab auf Rechtmäßigkeit, Vollständigkeit oder inhaltliche Richtigkeit,
- macht sich die Inhalte des Kunden nicht zu eigen und identifiziert sich nicht mit ihnen,
- übernimmt keine redaktionelle Verantwortung für die auf der Plattform veröffentlichten Inhalte,
- kontrolliert oder moderiert von Gästen hochgeladene Inhalte nicht aktiv.
Die alleinige inhaltliche Verantwortung für alle auf der Plattform gespeicherten oder veröffentlichten Inhalte liegt beim Kunden, wie in § 6 dieser AGB geregelt.
7.3 Welche Nutzungsrechte räumt der Kunde dem Anbieter ein?
Soweit es für die technische Erbringung der Leistung erforderlich ist, räumt der Kunde dem Anbieter ein einfaches, nicht übertragbares und auf die Vertragslaufzeit beschränktes Nutzungsrecht an seinen Inhalten ein. Dieses Nutzungsrecht umfasst ausschließlich:
- die Speicherung der Inhalte auf den Servern des Anbieters,
- die technische Übertragung der Inhalte an Endnutzer, die die Website des Kunden aufrufen,
- die Erstellung technisch notwendiger Sicherungskopien im Rahmen des regulären Serverbetriebs.
Dieses Nutzungsrecht erlischt automatisch mit Beendigung des Vertragsverhältnisses.
7.4 Was passiert mit den Daten nach Vertragsende?
Nach Ablauf des Leistungszeitraums oder bei sonstiger Beendigung des Vertragsverhältnisses gilt folgendes Verfahren:
Phase 1 – Nachfrist zur Datensicherung (30 Tage nach Vertragsende): Der Anbieter bewahrt die Daten des Kunden für einen Zeitraum von 30 Tagen nach Vertragsende auf. Während dieser Nachfrist hat der Kunde die Möglichkeit, seine Daten eigenverantwortlich herunterzuladen und zu sichern. Ein Zugriff auf die Plattformfunktionen ist in dieser Phase nicht mehr möglich – der Datenabruf erfolgt ausschließlich über eine vom Anbieter bereitgestellte Export-Funktion.
Phase 2 – Endgültige Löschung: Nach Ablauf der Nachfrist werden alle Daten des Kunden – einschließlich der Gästelisten, Bilddateien und sonstigen Inhalte – unwiderruflich und vollständig gelöscht. Eine Wiederherstellung ist danach nicht mehr möglich.
Der Anbieter informiert den Kunden per E-Mail:
- bei Vertragsende über den Beginn der Nachfrist und die Möglichkeit zur Datensicherung,
- 7 Tage vor Ablauf der Nachfrist erneut mit einem ausdrücklichen Hinweis auf die bevorstehende Löschung.
Wichtiger Hinweis: Der Anbieter übernimmt keine Verantwortung für Datenverluste, die dadurch entstehen, dass der Kunde die Nachfrist zur Datensicherung nicht genutzt hat.
7.5 Hat der Kunde ein Recht auf Herausgabe seiner Daten?
Der Kunde hat jederzeit das Recht, die von ihm auf der Plattform gespeicherten Daten in einem gängigen, maschinenlesbaren Format zu exportieren. Der Anbieter stellt hierfür eine Export-Funktion auf der Plattform bereit.
Der Anspruch auf Datenportabilität nach Art. 20 DSGVO bleibt hiervon unberührt. Soweit die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, kann der Kunde die Übertragung seiner personenbezogenen Daten in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Format verlangen.
7.6 Notice-and-Takedown – Was passiert bei rechtswidrigen Inhalten?
Erlangt der Anbieter Kenntnis davon, dass auf der Plattform eines Kunden rechtswidrige Inhalte gespeichert oder veröffentlicht sind, handelt der Anbieter nach folgendem Verfahren:
Schritt 1 – Prüfung der Meldung: Der Anbieter prüft die Meldung unverzüglich auf ihre Plausibilität.
Schritt 2 – Benachrichtigung des Kunden: Der Anbieter benachrichtigt den Kunden unverzüglich per E-Mail über die Meldung und fordert ihn auf, den betreffenden Inhalt innerhalb einer angemessenen Frist von 24 Stunden zu entfernen oder zur Meldung Stellung zu nehmen.
Schritt 3 – Sperrung oder Entfernung durch den Anbieter: Reagiert der Kunde nicht fristgerecht oder ist die Rechtswidrigkeit des Inhalts offensichtlich, ist der Anbieter berechtigt, den betreffenden Inhalt ohne vorherige Ankündigung zu sperren oder zu entfernen. Bei strafbaren Inhalten ist der Anbieter berechtigt, sofort zu handeln.
Schritt 4 – Weitergehende Maßnahmen: Bei wiederholten oder schwerwiegenden Verstößen ist der Anbieter berechtigt, den Vertrag mit dem Kunden außerordentlich zu kündigen (siehe § 11).
Meldungen über rechtswidrige Inhalte können an folgende Adresse gerichtet werden: E-Mail: support@wedoria.io Betreff: Rechtswidrige Inhalte/Abuse
7.7 Transparenz gegenüber Behörden
Der Anbieter ist gesetzlich verpflichtet, auf behördliche oder gerichtliche Anordnung hin Auskunft über gespeicherte Daten zu erteilen. In einem solchen Fall wird der Anbieter, soweit dies rechtlich zulässig ist, den betroffenen Kunden vorab informieren.
§ 8 – Gewährleistung und Haftung
8.1 Gesetzliche Mängelrechte (Gewährleistung)
Für die Bereitstellung der Plattform und der gebuchten Zusatzleistungen gelten die gesetzlichen Vorschriften über Verbraucherverträge über digitale Produkte (§§ 327 ff. BGB). Ist die Leistung mangelhaft, stehen dem Kunden die gesetzlichen Mängelrechte zu, insbesondere auf Nacherfüllung, Minderung, Vertragsbeendigung und Schadensersatz.
Der Anbieter stellt während des gesamten Leistungszeitraums die Aktualisierungen bereit, die zum Erhalt der Vertragsmäßigkeit der Leistung erforderlich sind (§ 327f BGB), insbesondere Sicherheitsaktualisierungen.
8.2 Haftung des Anbieters – Grundsatz
Der Anbieter haftet für Schäden des Kunden nach den gesetzlichen Vorschriften, soweit in den nachfolgenden Regelungen nichts anderes bestimmt ist.
Der Anbieter haftet uneingeschränkt:
- bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit des Anbieters oder seiner Erfüllungsgehilfen,
- bei schuldhafter Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit,
- nach den Vorschriften des Produkthaftungsgesetzes (ProdHaftG),
- bei Übernahme einer ausdrücklichen Garantie,
- bei arglistigem Verschweigen eines Mangels.
8.3 Haftungsbeschränkung bei einfacher Fahrlässigkeit
Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur, soweit eine wesentliche Vertragspflicht (Kardinalpflicht) verletzt wurde. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.
In diesen Fällen ist die Haftung des Anbieters der Höhe nach begrenzt auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden.
Im Übrigen ist die Haftung des Anbieters bei einfacher Fahrlässigkeit und Verletzung nicht wesentlicher Vertragspflichten ausgeschlossen.
8.4 Keine Haftung für Inhalte des Kunden
Der Anbieter ist ausschließlich technischer Dienstleister und stellt die Infrastruktur zur Verfügung, über die der Kunde eigene Inhalte veröffentlicht. Der Anbieter macht sich die Inhalte des Kunden nicht zu eigen und übernimmt keine Verantwortung für deren Rechtmäßigkeit, Richtigkeit oder Vollständigkeit.
Der Anbieter haftet daher nicht für:
- Inhalte, die der Kunde selbst auf seiner Website veröffentlicht,
- Inhalte, die Gäste des Kunden über die Bildergalerie oder das Gästemanagement hochladen oder hinterlassen,
- Schäden, die Dritten durch die Inhalte des Kunden oder seiner Gäste entstehen,
- Urheberrechtsverletzungen durch vom Kunden oder seinen Gästen hochgeladene Bilder oder sonstige Medien,
- Persönlichkeitsrechtsverletzungen durch auf der Plattform veröffentlichte Inhalte,
- Verstöße des Kunden gegen datenschutzrechtliche Pflichten gegenüber seinen Gästen.
Dies gilt gemäß Art. 6 der Verordnung (EU) 2022/2065 (Digital Services Act – DSA) solange, wie der Anbieter von der Rechtswidrigkeit der betreffenden Inhalte keine Kenntnis hat. Erlangt der Anbieter Kenntnis von rechtswidrigen Inhalten, handelt er nach dem in § 7.6 beschriebenen Notice-and-Takedown-Verfahren. Die unverzügliche Reaktion auf Kenntnis von Rechtsverstößen ist Voraussetzung für den Fortbestand des Haftungsprivilegs.
8.5 Haftung für Verfügbarkeit der Plattform
Der Anbieter ist bemüht, die Plattform möglichst unterbrechungsfrei zur Verfügung zu stellen. Eine 100%ige Verfügbarkeit kann technisch nicht garantiert werden.
Der Anbieter haftet nicht für Beeinträchtigungen der Verfügbarkeit, die zurückzuführen sind auf:
- Geplante Wartungsarbeiten, über die der Kunde vorab per E-Mail informiert wird,
- Höhere Gewalt (z.B. Naturkatastrophen, Stromausfälle, Cyberangriffe auf die Infrastruktur Dritter),
- Störungen im Internet oder bei Diensten Dritter, auf die der Anbieter keinen Einfluss hat,
- Handlungen oder Unterlassungen des Kunden, insbesondere bei übermäßiger oder missbräuchlicher Nutzung der Infrastruktur.
Der Anbieter gewährleistet eine durchschnittliche Jahresverfügbarkeit von 99 %. Näheres zu Wartungsfenstern und Reaktionszeiten ist in § 9 geregelt.
8.6 Haftung für Datenverlust
Der Anbieter trifft angemessene technische Vorkehrungen zum Schutz der gespeicherten Daten des Kunden. Gleichwohl haftet der Anbieter bei einfacher Fahrlässigkeit für Datenverluste nur insoweit, als der Schaden auch bei einer zumutbaren und regelmäßigen Datensicherung durch den Kunden eingetreten wäre.
Der Kunde ist gemäß § 6.6 verpflichtet, regelmäßig eigene Sicherungskopien seiner Daten anzufertigen. Kommt der Kunde dieser Pflicht nicht nach, mindert sich eine etwaige Haftung des Anbieters für Datenverluste entsprechend dem Mitverschulden des Kunden gemäß § 254 BGB.
Für Datenverluste, die nach Vertragsende durch Ablauf der in § 7.4 geregelten Nachfrist eintreten, haftet der Anbieter nicht.
8.7 Gesamtübersicht der Haftungsregelungen
| Haftungsfall | Haftung des Anbieters |
|---|---|
| Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit | Unbeschränkt |
| Schaden an Leben, Körper, Gesundheit | Unbeschränkt |
| Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (einfache Fahrlässigkeit) | Begrenzt auf vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden |
| Einfache Fahrlässigkeit, nicht wesentliche Pflichten | Ausgeschlossen |
| Inhalte des Kunden oder seiner Gäste (im Verhältnis zu Dritten) | Keine Verantwortung des Anbieters (Hosting-Privileg, Art. 6 DSA) |
| Datenverlust bei fehlender Kundensicherung | Reduziert nach Mitverschuldensanteil |
| Ausfall durch höhere Gewalt | Ausgeschlossen |
| Datenverlust nach Vertragsende | Ausgeschlossen |
§ 9 – Verfügbarkeit und Service Level
9.1 Verfügbarkeitsziel
Der Anbieter gewährleistet eine durchschnittliche Verfügbarkeit der Plattform von 99 % im Kalenderjahr. Die Verfügbarkeit wird gemessen als Verhältnis der tatsächlichen Betriebszeit zur gesamten möglichen Betriebszeit, abzüglich geplanter Wartungsfenster.
Geplante Wartungsfenster sowie unvermeidbare kurzzeitige Unterbrechungen durch technische Aktualisierungen gelten nicht als Nichtverfügbarkeit im Sinne dieser Regelung.
9.2 Wartungsarbeiten
Der Anbieter führt regelmäßige Wartungsarbeiten durch, um die Sicherheit, Stabilität und Weiterentwicklung der Plattform zu gewährleisten. Geplante Wartungsarbeiten werden dem Kunden mindestens 48 Stunden im Voraus per E-Mail angekündigt.
Notfallwartungen, die zur Abwehr akuter Sicherheitsrisiken oder schwerwiegender technischer Störungen erforderlich sind, können ohne vorherige Ankündigung durchgeführt werden.
Regelmäßige Wartungsfenster liegen dienstags und donnerstags zwischen 02:00 und 05:00 Uhr (deutscher Zeit).
9.3 Störungsmeldungen
Störungen der Plattform können dem Anbieter gemeldet werden unter: E-Mail: support@wedoria.io
Der Anbieter bestätigt den Eingang einer Störungsmeldung innerhalb von 24 Stunden und teilt dem Kunden den voraussichtlichen Zeitrahmen zur Behebung mit.
9.4 Keine Garantie für die Erreichbarkeit durch Dritte
Der Anbieter gewährleistet die technische Verfügbarkeit der Plattform auf seiner Seite. Er haftet jedoch nicht dafür, dass die Website des Kunden von allen Endgeräten, Browsern oder Internetanschlüssen Dritter fehlerfrei aufgerufen werden kann, soweit Störungen außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters liegen.
§ 10 – Datenschutz und Auftragsverarbeitung
10.1 Datenschutzerklärung
Die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten des Kunden durch den Anbieter erfolgt ausschließlich im Einklang mit der geltenden Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sowie den anwendbaren nationalen Datenschutzgesetzen, insbesondere dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG).
Ausführliche Informationen sind der Datenschutzerklärung des Anbieters zu entnehmen, die unter www.wedoria.io/datenschutz abrufbar ist.
10.2 Auftragsverarbeitung – Gästedaten
Soweit der Kunde die Zusatzleistungen Gästemanagement oder Bildergalerie nutzt, verarbeitet der Anbieter im Auftrag des Kunden personenbezogene Daten der Gäste des Kunden.
In diesem Verhältnis ist:
- der Kunde der datenschutzrechtlich Verantwortliche im Sinne von Art. 4 Nr. 7 DSGVO,
- der Anbieter der Auftragsverarbeiter im Sinne von Art. 4 Nr. 8 DSGVO.
Der Anbieter verarbeitet die Gästedaten ausschließlich nach dokumentierter Weisung des Kunden und nicht für eigene Zwecke.
10.3 Pflicht zum Abschluss eines Auftragsverarbeitungsvertrags (AVV)
Der Abschluss eines Auftragsverarbeitungsvertrags (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO ist gesetzlich zwingend vorgeschrieben, sobald der Kunde die Zusatzleistungen Gästemanagement oder Bildergalerie nutzt.
Der Anbieter stellt dem Kunden den AVV zur Verfügung. Der Abschluss erfolgt in Textform (§ 126b BGB) durch die ausdrückliche Bestätigung des Kunden im Bestellvorgang (siehe § 3.3); dies genügt den Anforderungen des Art. 28 Abs. 9 DSGVO. Ohne abgeschlossenen AVV ist der Anbieter berechtigt, die Freischaltung der betreffenden Zusatzleistungen zu verweigern.
Der AVV ist unter www.wedoria.io/avv abrufbar.
10.4 Technische und organisatorische Maßnahmen (TOMs)
Der Anbieter trifft geeignete technische und organisatorische Maßnahmen gemäß Art. 32 DSGVO. Hierzu gehören insbesondere:
- Verschlüsselung der Datenübertragung mittels TLS/SSL,
- Zugriffsbeschränkungen auf personenbezogene Daten innerhalb des Unternehmens,
- regelmäßige Sicherheitsupdates der eingesetzten Systeme,
- Speicherung aller Daten ausschließlich auf Servern innerhalb der Europäischen Union.
Eine Übersicht der technischen und organisatorischen Maßnahmen ist im AVV enthalten.
10.5 Rechte der betroffenen Personen
Soweit Gäste des Kunden ihre Rechte nach der DSGVO gegenüber dem Anbieter geltend machen, leitet der Anbieter diese Anfragen unverzüglich an den Kunden weiter. Die Erfüllung der Betroffenenrechte obliegt dem Kunden als Verantwortlichem. Der Anbieter unterstützt den Kunden im Rahmen des technisch Möglichen bei der Erfüllung dieser Pflichten, insbesondere durch Bereitstellung geeigneter Lösch- und Exportfunktionen.
§ 11 – Laufzeit und Kündigung
11.1 Vertragslaufzeit
Der Vertrag beginnt mit dem Vertragsschluss gemäß § 3 und endet automatisch mit Ablauf des Leistungszeitraums gemäß § 2.3, ohne dass es einer gesonderten Kündigung bedarf. Das Leistungsende bestimmt sich nach dem im Bestellvorgang angegebenen Hochzeitsdatum (eine Woche bzw. – bei gebuchter Bildergalerie – einen Monat nach diesem Datum). Gebuchte Laufzeitverlängerungen begründen jeweils einen eigenständigen, unmittelbar an das bisherige Leistungsende anschließenden Leistungszeitraum (§ 4.4). Eine automatische Verlängerung findet nicht statt.
Eine ordentliche Kündigung des laufenden Leistungszeitraums durch den Kunden ist nicht möglich, da es sich um eine Einmalzahlung für einen im Voraus bestimmten Leistungszeitraum handelt. § 5 (Widerrufsrecht) bleibt unberührt.
11.2 Außerordentliche Kündigung durch den Anbieter
Der Anbieter ist berechtigt, das Vertragsverhältnis fristlos aus wichtigem Grund zu kündigen. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn:
- der Kunde trotz Abmahnung wiederholt oder schwerwiegend gegen seine Pflichten aus § 6 dieser AGB verstößt,
- der Kunde auf der Plattform strafbare oder offensichtlich rechtswidrige Inhalte veröffentlicht oder dies durch seine Gäste duldet,
- der Kunde falsche Angaben bei Vertragsschluss gemacht hat,
- der Kunde seinen Zahlungspflichten trotz Mahnung nicht nachkommt,
- der Kunde den AVV trotz Aufforderung nicht abschließt, obwohl er Zusatzleistungen nutzt, die eine Auftragsverarbeitung erfordern.
Vor Ausspruch der außerordentlichen Kündigung wird der Anbieter den Kunden in der Regel schriftlich abmahnen und eine angemessene Frist zur Abhilfe setzen. Bei strafbaren oder offensichtlich rechtswidrigen Inhalten kann die Kündigung ohne vorherige Abmahnung erfolgen.
11.3 Außerordentliche Kündigung durch den Kunden
Dem Kunden steht das gesetzliche Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund zu. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn der Anbieter die vertraglich geschuldete Leistung dauerhaft und trotz Aufforderung zur Abhilfe nicht erbringt.
11.4 Folgen der außerordentlichen Kündigung
Kündigung durch den Anbieter aus vom Kunden zu vertretendem Grund: Der Anbieter ist berechtigt, die Leistung mit sofortiger Wirkung einzustellen. Der Anbieter erstattet dem Kunden den auf den nicht erbrachten Leistungszeitraum entfallenden, anteiligen Betrag. Der Anbieter ist berechtigt, gegen diesen Erstattungsanspruch mit Schadensersatzansprüchen aufzurechnen, die ihm aus dem Pflichtverstoß des Kunden entstanden sind. Weitergehende Schadensersatzansprüche des Anbieters bleiben vorbehalten.
Kündigung durch den Kunden aus vom Anbieter zu vertretendem Grund: Der Anbieter erstattet dem Kunden den auf den nicht erbrachten Leistungszeitraum entfallenden, anteiligen Betrag. Weitergehende Schadensersatzansprüche des Kunden bleiben vorbehalten.
11.5 Datensicherung nach Kündigung
Nach Beendigung des Vertrages – gleich aus welchem Grund – gelten die Regelungen zur Datensicherung und Löschung gemäß § 7.4 dieser AGB entsprechend.
§ 12 – Änderungen der AGB
12.1 Änderungen für neue Verträge und Verlängerungen
Der Anbieter behält sich vor, diese AGB jederzeit mit Wirkung für neue Vertragsschlüsse und Verlängerungen zu ändern. Die zum Zeitpunkt des jeweiligen Vertragsschlusses bzw. der Verlängerung geltenden AGB sind auf der Plattform einsehbar und werden dem Kunden vor Abschluss des Bestellvorgangs zur Kenntnis gebracht.
Da jede Verlängerung einen eigenständigen Vertragsschluss darstellt (siehe § 4.4), akzeptiert der Kunde mit jeder Verlängerung die zu diesem Zeitpunkt geltenden AGB. Der Kunde ist daher verpflichtet, die AGB vor jeder Verlängerung zu prüfen.
12.2 Änderungen während eines laufenden Leistungszeitraums
Änderungen dieser AGB, die einen laufenden Leistungszeitraum betreffen, werden dem Kunden mindestens 30 Tage vor ihrem Inkrafttreten per E-Mail mitgeteilt.
Die geänderten AGB werden dem Kunden dabei im Volltext zur Verfügung gestellt.
Änderungen während eines laufenden Leistungszeitraums bedürfen der ausdrücklichen Zustimmung des Kunden. Stimmt der Kunde den geänderten AGB nicht zu, hat er das Recht, das Vertragsverhältnis außerordentlich zu kündigen. In diesem Fall erstattet der Anbieter den anteiligen, auf den verbleibenden Leistungszeitraum entfallenden Betrag.
Korrekturen offensichtlicher Fehler, Tippfehler oder redaktioneller Ungenauigkeiten, die die inhaltliche Bedeutung der AGB nicht verändern, gelten nicht als Änderungen im Sinne dieser Regelung.
12.3 Aktuelle Version der AGB
Die jeweils aktuelle Version dieser AGB ist jederzeit unter www.wedoria.io/agb abrufbar.
§ 13 – Schlussbestimmungen
13.1 Anwendbares Recht
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Soweit der Kunde seinen gewöhnlichen Aufenthalt in einem anderen EU-Mitgliedstaat hat, bleiben die zwingenden Verbraucherschutzvorschriften dieses Staates unberührt. Der Kunde verliert durch diese Rechtswahl keinen Schutz, der ihm nach dem Recht seines Wohnsitzlandes zwingend zusteht.
13.2 Gerichtsstand
Für Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag gelten die gesetzlichen Gerichtsstände. Bei Kunden mit Wohnsitz in einem anderen EU-Mitgliedstaat bleiben die Zuständigkeitsregeln der Verordnung (EU) Nr. 1215/2012 (Brüssel Ia) unberührt.
13.3 Streitbeilegung
Der Anbieter ist zur Teilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle nicht verpflichtet und nicht bereit, behält sich jedoch vor, im Einzelfall an einer Schlichtung teilzunehmen.
E-Mail des Anbieters: support@wedoria.io
13.4 Salvatorische Klausel
Sollte eine Bestimmung dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, so berührt dies die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht. An die Stelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.
Dies gilt entsprechend, wenn sich die AGB als lückenhaft erweisen.
13.5 Textform und Individualabreden
Änderungen und Ergänzungen dieser AGB sowie des auf ihrer Grundlage geschlossenen Vertrages sollen zur Beweissicherung in Textform (z. B. E-Mail) erfolgen. Individuelle Vertragsabreden zwischen den Parteien haben Vorrang vor diesen AGB (§ 305b BGB) und bedürfen keiner besonderen Form.
13.6 Übertragung des Vertrages
Der Anbieter ist berechtigt, seine Rechte und Pflichten aus diesem Vertrag auf einen Dritten zu übertragen, sofern dies für den Kunden zumutbar ist. Der Kunde wird über eine solche Übertragung mindestens 30 Tage im Voraus informiert und hat das Recht, den Vertrag in diesem Fall außerordentlich zu kündigen.
Der Kunde ist nicht berechtigt, seine Rechte und Pflichten aus diesem Vertrag ohne ausdrückliche schriftliche Zustimmung des Anbieters auf Dritte zu übertragen.